Wien
20.-22. Juni 2011
| Standort: | Wien-Heiligenstadt |
|---|---|
| Öffnungszeiten: | tägl. 10 - 19 Uhr Mo. 13 - 19 Uhr |
Wien setzt bei sämtlichen Einkäufen der Stadtverwaltung auf Nachhaltigkeit. Dieses weltweit einmalige Konzept hat Vorbildcharakter für andere Städte Europas, weshalb der Zug der Ideen auch Österreich einen Besuch abstattet.
StadtwebsiteWien - Eine Stadt kauft ökologisch ein
Die Wiener Stadtverwaltung kauft sämtliche Waren und Dienstleistungen nach ökologischen Kriterien ein. Außerdem fördert sie nachhaltiges Wirtschaften in Unternehmen und die Schaffung von grünen Oasen in der Stadt.

Ob beim Einkauf von Büromöbeln oder der Vergabe eines Bauauftrags – die Stadt Wien gibt ihr Jahresbudget von fünf Milliarden Euro ausschließlich an Unternehmen, die nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten. Das 1998 ins Leben gerufene Projekt „ÖkoKauf Wien“ ist weltweit einmalig, weil nur in der österreichischen Hauptstadt ökologische Kriterienkataloge verbindlich für das Vergabewesen sind. Inzwischen orientiert sich die Wiener Privatwirtschaft zunehmend an den Kriterien der Stadt.
Öko-Business senkt die Kosten
Nachhaltiges Wirtschaften unterstützt Wien auch mit dem Programm „ÖkoBusinessPlan“. Für jede Betriebsgröße und Branche wird ein passendes Modul mit Beratung und Umsetzungshilfe angeboten. Das Projekt zeigt, dass sich Ökonomie und Ökologie nicht ausschließen, sondern ergänzen: Bisher konnten knapp 740 Unternehmen ihre Kosten um insgesamt 55,7 Millionen Euro senken. Hamburg setzt auf ein ähnliches Modell: Mit „Unternehmen für Ressourcenschutz“ bietet die Hansestadt Firmen finanzielle, beratende und praktische Unterstützung auf dem Weg zu ökologischem Wirtschaften.

Innenhöfe werden zu Grünoasen
In einem anderen Projekt werden die Wiener dazu animiert, Grünoasen in der Stadt zu schaffen. Wer seinen Innenhof begrünt oder Dachgarten bepflanzt, kann sich für die Auszeichnung „Naturnahe Grünoase in Wien“ bewerben. Auf diese Weise soll mehr Platz für die Natur in der Stadt geschaffen werden. Auch die größeren Naturräume können sich der Aufmerksamkeit der Stadt gewiss sein: Das Programm „Netzwerk Natur“ schützt seltene Tier- und Pflanzenarten sowie naturnahe Lebensräume in der ganzen Stadt, die zur Hälfte aus Grünland besteht. Hamburg verfolgt dieselben Ziele: Auch dort gilt es, die 31 Naturschutzgebiete der Stadt mit ihrer Artenvielfalt zu erhalten.
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