Marseille
2.-4. Juli 2011
| Standort: | Gare St Charles |
|---|---|
| Öffnungszeiten: | tägl. 10 - 19 Uhr Sa. 13 - 19 Uhr |
Rund 150.000 Quadratmeter Solaranlagen installiert Marseille derzeit auf den Dächern der Stadt. Der Zug der Ideen trifft auf eine beispielhafte Nachhaltigkeitsstrategie, die versucht, die örtlichen Gegebenheiten bestmöglich zu nutzen.
StadtwebsiteMarseille – Eine Stadt fängt die Sonne ein
Marseille will einer der Hauptlieferanten für Solarstrom in Frankreich werden. Vor allem öffentliche Gebäude werden nach und nach mit Solaranlagen ausgestattet.
An durchschnittlich 300 Tagen im Jahr scheint in Marseille die Sonne. Die größte französische Hafenstadt nutzt dieses Potenzial zur klimaschonenden Energiegewinnung: Im Hafen wird derzeit ein Großteil der Gebäudedächer mit Solaranlagen ausgerüstet – auf einer Gesamtfläche von 100.000 Quadratmeter ist dies bereits geschehen. Die Stadt plant, auf 160 weiteren öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Sporteinrichtungen Sonnenkollektoren zu installieren. Bis Ende 2012 wird Marseille so 150.000 Quadratmeter Dachfläche mit Solaranlagen ausgestattet haben – so viel wie keine andere Stadt in Frankreich. Der auf diese Weise erzeugte Strom deckt den jährlichen Energiebedarf von 7.000 Haushalten.
Grüne Nachbarschaft
Im Norden Marseilles entsteht ein knapp 170 Hektar großes ökologisches Stadtviertel mit neuen Wohn- und Geschäftsräumen, Fahrradwegen und Grünflächen. Bauunternehmen und Bauträger haben eine Qualitätscharta für diesen Stadtteil unterzeichnet. Damit verpflichten sie sich unter anderem, ökologische Materialien einzusetzen und die Häuser energiesparend zu planen. Für die Bewässerung der Grünanlagen soll Regenwasser verwendet werden.
Auf dem Weg zur Ökostadt
Langfristig plant Marseille nicht nur ein ökologisches Stadtviertel umzusetzen, sondern die gesamte Stadt grüner zu gestalten. Die Umsetzung des Projekts „Écocité“ beginnt bereits. So wurde die durch Marseille führende Autobahn 55 auf einem zentral gelegenen Küstenabschnitt durch einen ein Kilometer langen Tunnel geleitet. Ähnlich wie bei den drei geplanten Autobahndeckeln in Hamburg entsteht so neuer Raum für Grünflächen und mehr Lebensqualität.
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