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Brüssel

7.-13. September 2011

Standort:Boulevard de l`Imperatrice
Öffnungszeiten:tägl. 10 - 19 Uhr
Mi. 13 - 19 Uhr

In Brüssel kürt die Europäische Kommission die Europäische Umwelthauptstadt. Und die Stadt kann noch mehr, denn Brüssel zeigt, dass Nachhaltigkeit auch durch soziales MIteinander funktioniert.

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Brüssel - Eine Stadt auf der Überholspur

In der belgischen Kapitale müssen alle Neubauten ab 2015 in Passivhaus-Weise gebaut werden. Und gegen die Luftverschmutzung fährt ein Carsharing-Programm für Elektroautos an.

Schon in den 1990er-Jahren hat Brüssel ein Nachhaltigkeitsprogramm gestartet. Seitdem werden jedes Jahr an vier „Hotspots“ der Stadt Nachbarschaftsverträge geschlossen und diese Orte mit einer Summe von 60 Millionen Euro gefördert. So entstehen beispielsweise Projekte des sozialen Wohnungsbaus, zu öffentlicher Platzgestaltung oder Alternativen Energien. Bei dem Programm geht es nicht nur um Nachhaltigkeit im Sinne der Umwelt, sondern auch um Verantwortung in sozialer und städteplanerischer Hinsicht.

Nachhaltigkeit mit Graswurzel-Charme

Der soziale Gedanke stand zum Programm-Start im Vordergrund: Seit Jahren war zu beobachten, dass, wer es sich leisten konnte, aus der Stadt hinaus ins Umland zog. In der Altstadt zurück blieben vorwiegend Menschen mit wenig finanziellen Mitteln. Um den Baubestand kümmerte sich lange niemand. Das hat sich mit dem Programm geändert. Eine der Förder-Bedingungen ist: Was realisiert wird, entscheiden nicht nur die politisch Verantwortlichen, sondern ebenso die Menschen in der Nachbarschaft. Im Innenstadt-Bezirk Masui wurden so nicht nur Altbauten saniert, sondern auch ein ehemals brachliegendes Flussbett begrünt. Ein Projekt mit Vorbildcharakter: In Hamburg ist im Zuge der Internationalen Bauausstellung IBA im Bezirk Wilhelmsburg ebenfalls geplant, die Bevölkerung bei der Entstehung von Parks, aber auch nachhaltiger Bebauung zu beteiligen.

Nachholen im Eiltempo

In einem anderen Punkt musste Brüssel aufholen: Bis zum Jahr 2007 gab es in der Stadt kein Gebäude, dass den Standards eines „Passivhauses“ genügt hätte. Das städtische Projekt BATEX – Batiments exemplaires, also Beispielhafte Gebäude – ändert das. Inzwischen wurden 117 Projekte mit einer Gesamtfläche von 265.000 Quadratmetern unterstützt. Nach der aktuellen Gesetzgebung müssen mittlerweile alle öffentlich geförderten Gebäude diesem Energie-Effizienz-Maßstab entsprechen. Ab 2015 gilt das für alle neuen Gebäude. Etwas Ähnliches hat Brüssel auch mit Blick auf die Verkehrsemissionen vor: Gerade startete ein öffentlich gefördertes Car-Sharing-Programm mit Elektroautos.


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